Freizeit und Bildung – Urlaubswoche auf Rügen
Vom 04.07. – 11.07.2026
Am Samstag ging es ungewöhnlich früh los. Um 7:30 Uhr haben wir die ersten Teilnehmer*innen von zu Hause abgeholt, Treffpunkt für alle anderen war das Wohnhaus der Lebenshilfe am Oetinghauser Weg. Von dort starteten wir Richtung A2, später A7. Wir sollten uns nicht zu früh über die freie Autobahn freuen, denn schon bald folgten Stopp and Go. Bei unserem Picknick war Petrus leider nicht auf unserer Seite. Also verlegten wir es in den Bulli nach dem Motto je enger je lieber. Süße Getränke waren untersagt, damit wir nicht auf klebrigen Sitzen weiterfahren mussten.
Nach ca. 5 Stunden erreichten wir voller Vorfreude auf Rügen die Hansestadt Stralsund. Auf die Insel zu gelangen, stellte sich als großes Problem dar. Die Fähre fiel aus, somit mussten wir Richtung Stralsund Zentrum bis zum Rügendamm fahren. Das Navi allerdings kündigte an, dass der Rügendamm gesperrt war. Die Nachricht hatte anscheinend die allermeisten Autofahrer erreicht, denn sämtliche Straßen waren mit einem Mal verstopft, es war zum Verzweifeln. Nach einer Stunde hatten wir ca. 100 Meter geschafft. Ich sah uns schon im Auto übernachten. Doch plötzlich erschien ein Engel auf dem Bürgersteig neben uns mit den Worten: der Rügendamm ist übrigens wieder geöffnet, Sie müssen nur wenden und die nächste links fahren. Nach einem millimetergenauen Wendemanöver unserer Profifahrerin Manuela gelangten wir in wenigen Minuten zum Damm und waren im Nu auf der Insel.
Unser Haus in Lonvitz bei Putbus fanden wir ohne Schwierigkeiten und waren froh und glücklich, für jeden ein eigenes Zimmer mit eigenem Bad vorzufinden.
Nach der langen Anreise und gemeinsamem Abendessen, machten wir uns nochmal auf den Weg zum Hafenfest im nahegelegenen Lauterbach, wo zu Live-Musik spontan abgerockt wurde.
Nach einer erholsamen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück sind wir auf Erkundungstour gegangen. Erstes Ziel war die wunderschöne Stadt Binz mit ihren hochherrschaftlichen Villen und unserem Lieblingskaufhaus Martin Stolz. Bei Stolz gab es für einige von uns neue T-Shirts, Hosen und Jacken zu Schnäppchenpreisen.
Anschließend sind wir durch die Fußgängerzone flaniert, freuten uns über die am Sonntag geöffneten Geschäfte, ließen glaube ich kein einziges aus und kamen der langen Seebrücke immer näher. Nach Kaffee und Kuchen, Seebrücke, Strand und viel viel Wind kehrten wir zurück in unser Ferienhaus.
Die neue Woche begann mit einer Fahrt nach Prora an der Ostküste Rügens. Dort befindet sich in Form eines 4,5 km langen Gebäudes das ehemalige NS-Feriendomizil, das heute teils zum Museum und Dokumentationszentrum und teils zu Ferienwohnungen umfunktioniert ist.
Der nächste Tag führte uns in die Hansestadt Stralsund, wo unser Plan, das Ozeaneum zu besuchen, leider aufgrund der ewig langen Warteschlangen scheiterte. Stattdessen erkundeten wir das Schulschiff Gorch Fock und schlenderten anschließend durch die schöne historische Altstadt.
Wie schön, dass ab Mittwoch die Sonne schien und dem Kap Arkona und dem winzigen Fischerdorf Vitt sommerliches Flair verlieh. Vitt besteht übrigens nur aus 13 reetgedeckten Häusern und insgesamt 18 Einwohnern.
Am Abend buchten wir online Karten für das Ozeaneum in Stralsund und wagten am Donnerstag erneut einen Besuch des Meeresmuseums. Nach diesem sehr interessanten und informativen Abstecher in die tierische Welt von Nord- und Ostsee, hatten wir anschließend auf Rügen noch Zeit endlich unsere geplante Fahrt mit dem „Rasenden Roland“, einer alten Dampflok, zu unternehmen. Wir fuhren die Strecke von Putbus nach Göhren, konnten in Göhren chillig am Strand liegen und kehrten erst spät wieder nach Putbus zurück.
Und schon lag der letzte Tag vor uns. Um kurz nach 10:00 Uhr saßen wir im Bulli und fuhren nach Schaprode. Von dort setzten wir mit der Fähre über zur autofreien Insel Hiddensee, wo wir einen wunderschönen, sonnigen Tag verbrachten. Wir spazierten entlang des Küstenwegs vom Hafen in Vitte zum Dörfchen Kloster, kehrten zu einem leckeren Mittagessen ein und legten von dort aus später wieder ab nach Rügen.
Und wie haben wir die Abende gestaltet? Natürlich mit Zocken, Zocken, Zocken mit Würfeln und Karten!
Trotz Urlaubsreiseverkehr kamen wir nach einer Woche ohne Stau wohlbehalten und mit vielen positiven Feedbacks wieder in Herford an. (Monika Dey)
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