Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
Am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz befreit. Jedes Jahr wird an diesem Tag aller Opfer des Nationalsozialismus gedacht. In diesem Jahr gedenken Menschen – nach 81 Jahren der Befreiung von Ausschwitz – an die entsetzlichen Verbrechen und Millionen Ermordeten während der Hitler-Diktatur.
Im Rahmen der sogenannten „Aktion T4“ wurden zwischen 1939 und 1945 Kranke, Pflegebedürftige und Menschen mit geistigen sowie körperlichen Behinderungen systematisch ermordet. Rund 70.000 Menschen wurden vergast; geschätzt 90.000 weitere Patienten wurden in Krankenhäusern und Heimen von Ärzten und Pflegern getötet.
Insgesamt fielen etwa 300.000 Menschen der NS-„Euthanasie“ zum Opfer. Nur für ein Zehntel von ihnen existieren Akten im Bundesarchiv.
In der NS-Zeit galten kranke und behinderte Menschen, die damals in ganz Europa ermordet wurden, als „Ballastexistenzen“, als „Volksschädlinge“ und wurden als „lebensunwert“ systematisch aussortiert.
Die Bundesvereinigung der Lebenshilfe setzt sich seit mehr als 65 Jahren für eine inklusive Gesellschaft ein, die Menschen mit Behinderung und anderen Minderheiten uneingeschränkte Teilhabe garantiert.
In diesem Jahr hielt Christian Manz, Vorsitzender der Stiftung der Lebenshilfe Herford, die Ansprache. Zwei Begriffe stellte er, auch im Namen für den Verein der Lebenshilfe Herford e.V., in den Mittelpunkt seiner Gedanken zum 27. Januar 1945. 
Er nannte die Begriffe Vergessen und Versprechen. Vergessen, weil der Tag der Befreiung von Auschwitz nun 81 Jahre zurückliege und gleichwohl nie vergessen werden dürfen. Dies sei man den Opfern stets schuldig unabhängig von der historischen Zeitspanne. Zugleich gab er für die Lebenshilfe das feste Versprechen ab, dafür einzustehen, dass Vergessen von Unrecht nie eintreten dürfe. Dieses Versprechen, Hand in Hand mit der Stiftung und dem Verein der Lebenshilfe Herford, sei eine wichtige Aufgabe, deren sich die Lebenshilfe Herford stets bewusst sei und bleibe. Er bedankte sich bei der Füllenbruch-Combo für die würdevolle musikalische Unterstützung.
Zum stillen Gedenken wurde gemeinsam mit Menschen mit Unterstützungsbedarf ein Kranz auf dem Gedenkstein vor den Herforder Werkstätten an der Ackerstraße niedergelegt.
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